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Fachhochschule Hildesheim in Lemwerder aktiv – Ergebnisse im Herbst

In der Einrichtung wird ein schwedisches Dokumentationsverfahren genutzt. Dazu veröffentlicht die Fachhochschule eine Studie.

 

Mit dem „Baum der Erkenntnis“ werden in der Kita Lemwerder die Fortschritte der Kinder dokumentiert. Rita Naujoks (rechts) zeigt ein Musterheft. 

Bild: Friederike Liebscher

Lemwerder Der Baum der Erkenntnis findet sich nicht nur im Alten Testament. Den gleichen Namen trägt ein Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren für Kleinkinder aus Schweden, das dort seit langem genutzt wird. Seit sechs Jahren arbeiten auch die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita Lemwerder mit dem „Baum der Erkenntnis“, um die Fortschritte in der Entwicklung der Kinder festzuhalten. Genutzt wird dazu ein dünnes Buch, in dem erreichte Ziele markiert werden können.


Wie „Der Baum der Erkenntnis“ in der Praxis in Kindertagesstätten genutzt wird, erforschen gerade Professor Dr. Ruth Jäger und Doktorandin Raya Wolgem von der Fachhochschule Hildesheim. Dabei beziehen sie auch die Kita Lemwerder mit ein. In Befragungen von Personal und Leitung will man erfahren, wie das Dokumentationsmodell den Weg in die Kindergärten findet und wie es praktisch genutzt wird.


Rita Naujoks, Leiterin der Kita Lemwerder, ist vom Verfahren überzeugt. In ihrer Einrichtung wird es sogar in der Krippe angewandt. „Dort gibt es einmal in der Woche einen sogenannten Baum-Tag, bei dem mit den Kindern über ihre Fortschritte gesprochen wird, oft mit Hilfe von Bildern. Auch mit den anderen Kindern wird geschaut, was sie schon können.“ Oft würden sie dadurch angespornt, dazuzulernen. Sogar die älteren Hortkinder arbeiten zum Teil noch mit ihrem persönlichen „Baum der Erkenntnis“.


Wann die Kinder welche Kompetenz erwerben, ist bei dem Dokumentationsverfahren nicht wichtig. Gerne wird das Buch auch als Grundlage für Elterngespräche genutzt.


Die ersten Ergebnisse der Fachhochschule Hildesheim wurden am Mittwoch bereits intern den Kita-Mitarbeitern und Eltern in der Begu vorgestellt. Veröffentlicht wird die Studie aber erst im Herbst diesen Jahres.

Schwedisches Modell soll Entwicklungsstand des Kindes zeigen


Lemwerder. Der "Baum der Erkenntnis" wurzelt offenbar nicht im Garten Eden, sondern im schwedischen Halmstad. Dort wurde zumindest eine Projekthandreichung entwickelt, mit der Erzieher und Elementarpädagogen die Entwicklung ihrer Schutzbefohlenen dokumentieren können.

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